Angebote für die Vermietung einer Wohnung folgen zwei Modellen. Sie unterscheiden sich darin, wer das Risiko trägt, und davon hängen Preis, Vertrag und Ihr Einfluss auf die Vermietung ab.
Klassische Verwaltung: Der Verwalter arbeitet für Sie, das Risiko tragen Sie
Bei der klassischen Verwaltung bleiben Sie Vermieter. Den Mietvertrag unterschreiben Sie selbst, oder der Verwalter unterschreibt ihn mit Vollmacht in Ihrem Namen. Er sucht den Mieter, bereitet die Unterlagen vor, kontrolliert die Zahlungen und kümmert sich um den Betrieb. Die Vergütung ist meist ein Prozentsatz der eingenommenen Miete, manchmal ein fester Monatsbetrag.
Steht die Wohnung leer oder zahlt der Mieter nicht, fehlt das Geld bei Ihnen. Bei einer Vergütung aus der eingenommenen Miete verliert auch der Verwalter Einnahmen und hat deshalb einen Grund, schnell zu handeln. Fragen Sie, wie er bei Zahlungsverzug genau vorgeht: wann die erste Mahnung kommt, wann er eine Kündigung empfiehlt, wer einen Anwalt beauftragt und wer die Gerichtskosten trägt. Fragen Sie auch, wie er verhindert, dass der Mieter die Wohnung ohne Ihre Zustimmung untervermietet, etwa an Touristen. Nach § 2276 des tschechischen Bürgerlichen Gesetzbuchs wird bei einer Untervermietung ohne die erforderliche Zustimmung eine besonders schwerwiegende Pflichtverletzung des Mieters vermutet.
Garantierte Miete: Das Unternehmen mietet die Wohnung und vermietet sie unter
Bei der garantierten Miete wird das Unternehmen Ihr Mieter. Es mietet die Wohnung zu einem vereinbarten Betrag und vermietet sie an die Bewohner weiter. Weil es selbst nicht in der Wohnung wohnt, braucht es für die Untervermietung Ihre Zustimmung (§ 2275 des Bürgerlichen Gesetzbuchs), die meist direkt im Vertrag steht. Die Untermiete endet zusammen mit der Hauptmiete (§ 2277). Endet also Ihr Vertrag mit dem Unternehmen, endet auch die Untermiete.
Sie erhalten den vereinbarten Betrag unabhängig davon, ob der Untermieter gezahlt hat, und zwar in dem Umfang, den der Vertrag garantiert. Stellen Sie deshalb vor der Unterschrift drei Fragen:
- Was passiert, wenn das Unternehmen nicht mehr zahlt? Welche Sicherheit Sie haben, wie schnell Sie den Vertrag beenden können und wie Sie an die Untermietverträge und die Kontaktdaten der Untermieter kommen.
- Wie bekommen Sie die Wohnung zurück? Die Kündigungsfrist auf beiden Seiten, Vertragsstrafen bei vorzeitiger Beendigung und in welchem Zustand und mit welchen Unterlagen die Wohnung zurückgegeben wird.
- Wer zahlt Schäden und Abnutzung? Ob der Untermieter versichert ist, wer Versicherungsfälle abwickelt, woraus Schäden bezahlt werden und wie normale Abnutzung von Beschädigung unterschieden wird.
Was die Garantie genau abdeckt
Das Wort „Garantie“ allein sagt nichts. Unterscheiden Sie drei Risiken und lassen Sie sich für jedes schriftlich geben, ab wann, in welcher Höhe und mit welchen Ausnahmen es abgedeckt ist:
- Zahlungsausfall: Der Untermieter wohnt in der Wohnung, zahlt aber nicht. Klären Sie, ob Sie die volle vereinbarte Miete erhalten und ab welchem Verzugstag.
- Leerstand: Die Wohnung steht zwischen zwei Mietern leer. Hier unterscheiden sich die Angebote am stärksten, von keiner Zahlung bis zur vollen Miete.
- Schäden: Beschädigungen über die normale Abnutzung hinaus. Klären Sie, wer den Schaden beurteilt, woraus er bezahlt wird und wie lange die Reparatur dauert.
Fragen Sie auch nach dem Beginn der Zusammenarbeit, bevor der erste Untermieter gefunden ist, nach Zeiten, in denen von Ihnen beauftragte Reparaturen laufen, und danach, wie die Marktmiete festgelegt wird, auf der die Garantie beruht. Wird die Miete während der Laufzeit an den Markt angepasst, sollte klar sein, wer eine Änderung vorschlägt und wie Sie dazu Stellung nehmen können.
Wie Mieter geprüft werden
Eine gute Mieterauswahl spart mehr Geld als jede Garantie. Fragen Sie, was der Verwalter bei Interessenten genau prüft: Identität, Einkommen oder Arbeitgeberbestätigung, Referenzen früherer Vermieter, Einträge in Schuldnerregistern und im Insolvenzregister sowie gegebenenfalls einen Strafregisterauszug, den der Interessent selbst vorlegt.
Die Prüfung muss den Datenschutz (DSGVO) einhalten. Der Verwalter sollte nur die Daten verarbeiten, die er für die Entscheidung braucht, und den Interessenten sagen, was und warum er prüft. Manche Schuldnerregister dürfen nur mit Einwilligung der betroffenen Person abgefragt werden. Bei der klassischen Verwaltung sollten Sie vorher vereinbaren, ob Sie oder der Verwalter über den Mieter entscheiden.
Berichte über Geld und Zustand der Wohnung
Der Verwalter arbeitet mit Ihrem Vermögen, also sollten Sie sehen können, was damit geschieht. Erwarten Sie eine regelmäßige Zahlungsübersicht, eine jährliche Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben für die Steuererklärung, Kopien von Verträgen und Protokollen sowie Zustandsberichte mit Fotos. Bitten Sie schon vor der Unterschrift um einen Musterbericht. Daran erkennen Sie am besten, wie ein Unternehmen arbeitet.
Rechenbeispiel: klassische Verwaltung oder Garantie?
Nehmen wir eine Wohnung mit einer Marktmiete von 20 000 CZK im Monat und zwei unterschiedliche Jahre. Im schwächeren Jahr steht die Wohnung einen Monat leer und einen weiteren Monat zahlt der Mieter nicht. Im besseren Jahr werden alle zwölf Monate bezahlt. Wir vergleichen drei Modelle: klassische Verwaltung mit 10 % der eingenommenen Miete, eine Garantie gegen Zahlungsausfall für 11 % ohne Zahlung im Leerstandsmonat und eine volle Garantie für 17 %.
Was der Eigentümer im Jahr erhält (CZK, vor Steuern, Nebenkosten und Reparaturen)
| Modell | Schwächeres Jahr | Besseres Jahr |
| Klassische Verwaltung, 10 % der eingenommenen Miete | 180 000 | 216 000 |
| Garantie gegen Zahlungsausfall, 11 %, keine Zahlung bei Leerstand | 195 800 | 213 600 |
| Volle Garantie, 17 % | 199 200 | 199 200 |
Die volle Garantie bringt im schwächeren Jahr 19 200 CZK mehr als die klassische Verwaltung, im besseren Jahr 16 800 CZK weniger. Sie funktioniert also ähnlich wie eine Versicherung: Sie bezahlen für ein gleichmäßiges Einkommen. Sinnvoll ist sie vor allem für Eigentümer, die einen Kredit abzahlen, sich keinen Ausfall leisten können oder eine Wohnung in einer Lage haben, in der die Mietersuche länger dauert. Wer Schwankungen verkraftet, fährt langfristig meist mit der klassischen Verwaltung oder einer engeren Garantie besser. Die Sätze 11 % und 17 % entsprechen den Varianten Rendite und Komfort unserer Preisliste, 10 % ist ein Beispielwert.